Jahresausstellung Im Tischlerhaus

Die Regionalisierung von Architektur in Südtirol von ca. 1880 bis in die Zwischenkriegszeit

Die Sommerausstellung 2017 im Tischlerhaus von Schloss Prösels setzt sich unter dem Titel „Architektur wird Region“ mit dem regionalen Bauen auseinander: Das „Tirolerhaus“ zählt in der Region Südtirol zum Inbegriff für Identifikation mit der eigenen Landschaft und ihren Traditionen.

Für viele Menschen ist es das Sinnbild für den alpinen Lebensraum mit seinen historisch weit zurückreichenden bäuerlichen Wurzeln. Zugleich ist das „Tirolerhaus“ ein höchst erprobter und erfolgreicher Bautyp, dessen weite Verbreitung nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass er über Bestandteile mit hohem Wiedererkennungsgrad verfügt.

Die Ausstellung analysiert die Entstehungsgeschichte dieses Bautyps und widmet sich auch dem Thema der Regionalisierung von Architektur nach dem Ersten Weltkrieg. Aufgrund der veränderten politischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen in der Zwischenkriegszeit wandelte sich auch die Zugangsweise zum Thema „regionale Architektur“.

Die Ausstellung „Architektur wird Region“ wird unter anderem auf der Basis von noch kaum gezeigtem Archivmaterial aus Südtiroler Sammlungen sowie anhand von Architekturmodellen der Architekturfakultät der Universität Innsbruck zusammengestellt, die der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren.

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Ausstellungen, welche im Rahmen der Schlossführungen besichtigt werden können

Pfeilersaal: Die Waffensammlung
Im Pfeilersaal von Schloss Prösels hat die reichhaltige Waffensammlung des ehemaligen Schlossbesitzers Franz Anton von Kofler einen würdigen Platz gefunden. Hier kann die Entwicklung der Waffen vom Mittelalter bis ins späte 19. Jhd. nachverfolgt werden. Zudem hält die Sammlung einige überraschende Raritäten bereit.

Kaminzimmer und Ost- Trakt: Die Batzenhäusl- Sammlung
Das „Batzenhäusl“ , eine renommierte Gaststätte in Bozen, war um die Jahrhundertwende ein beliebter Treffpunkt bekannter und berühmter Persönlichkeiten aus dem Kunst- und Geistesleben dies und jenseits des Brenners und machten es so zu einem bekannten Künstlerlokal. Bekannte Künstler wie Braith, Mali, Defregger, Oberstolz Wopfner…statteten das Batzenhäusl mit wertvollen Bildern aus. Leider gingen von den ehemals 200 Werken die Hälfte verloren. Die restlichen 98 Bilder wurden von der Landesregierung gekauft und Schloss Prösels zur Verwahrung anvertraut.
und
die "finff majolica schaln..." Ausstellung  
Auf Schloss Prösels wurden 1982, 1992, 2004, 2006 und 2013 im Rahmen wichtiger Grabungskampagnen zahlreiche höchstinteressante archäologische Funde zu Tage gefördert. Sie erzählen einerseits über das Alltagsleben auf Schloss Prösels, aber auch von der ersten Besiedelung des heutigen Burghügels.

3. Obergeschoss: Die Bildergalerie
Nach der Öffnung von Schloss Prösels als Kulturzentrum stellten seit 1982 namhafte Künstler im Tischlerhaus ihre Werke aus. Jeder Künstler vermachte dem Kuratorium ein Bild aus der jeweiligen Ausstellung so dass eine interessante vielfältige Sammlung zustande kam, die im Rahmen der Schlossführungen besichtigt werden kann.

1. Obergeschoss: Schenkung Lotte Copi
Die 1924 in Stuttgart geborene Künstlerin, Lotte Copi, vermachte 1996 bzw. 1999 21 repräsentative Bilder dem Kuratorium Schloss Prösels als Zeichen ihrer Wertschätzung für die geleistete Arbeit des Kuratoriums. Die Bilder, welche im Rahmen der Schlossführung besichtigt werden können, sind Teil der viel beachteten Sammlung „Erlebte Landschaften“.
Im Rahmen der Schlossführungen können außerdem auch eine Auswahl jener Fundstücke bestaunt werden, welche bei den neuesten Ausgrabungen in den Jahren 20012/13 zu Tage gefördert wurden. Es handelt sich dabei zum Teil um prähistorische Funde, um Ofenkacheln aus der Zeit um 1500, Münzen, Gebrauchsgegenstände und Schmuck, darunter auch ein Bruchstück eines bronzenen Armreifs aus dem 6. Jhd.